Eine Gasturbine mit einem "Heat Recovery Steam Generator" (HRSG) ist ein System, das Energie auf zwei Arten erzeugt.
- Die Gasturbine treibt eine mechanische Last an, z. B. einen Generator
- Die heißen Abgase der Turbine werden zur Erzeugung von Dampf verwendet, der wiederum eine Dampfturbine antreibt, die mit einem Generator oder einer anderen mechanischen Last verbunden ist.
Der Abhitzekessel ist im Grunde ein großer Dampfkessel, in dem die heißen Abgase einer Gasturbine zur Dampferzeugung verwendet werden. Der Abhitzekessel kann auch mit einer Reihe von Brennern (auch "Kanalbrenner" genannt) ausgestattet sein, um die Abgase zusätzlich zu erhitzen, oder anders gesagt, um zusätzliche Wärme zur Dampferzeugung zu erzeugen. Je nach Auslegung des Abhitzekessels können die Brenner auch dazu verwendet werden, die für die Dampferzeugung erforderliche Wärme zu erzeugen, wenn die Gasturbine außer Betrieb ist. Da die Abgase der Gasturbine normalerweise ausreichend Sauerstoff (12-16 %) für eine ordnungsgemäße Verbrennung des Brennstoffs in den Brennern enthalten, wird zusätzliche Verbrennungsluft (z. B. Umgebungsluft) nur benötigt, wenn die Gasturbine nicht in Betrieb ist. Das Brenner-Managementsystem überwacht alle Funktionen und sollte daher ständig über den Zustand der Gasturbine und des Kessels informiert sein. Die Interaktion zwischen dem BMS und der Gasturbine stellt auch sicher, dass die Spülvorgänge ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Was die Abläufe betrifft, so ist ein HRSG deutlich komplizierter als ein herkömmlicher Brenner. Neben den Funktionen für einen konventionellen Brenner muss das BMS für einen HRSG auch die Spülung des Brenners, der Gasturbine und des HRSG in Kombination vorsehen. Die Luftklappen (einschließlich Bypassklappe, Einlassklappe und Umgebungsluftklappe) müssen alle betätigt werden, aber auch das Plus muss überwacht werden. Die Gasturbine muss darüber informiert werden, dass die Bedingungen für ein Anfahren sicher sind, und die Gasturbine muss der GLT mitteilen, wann sie mit "Anfahrdrehzahl" (d. h. Spülung) arbeitet, wann sie im Normalbetrieb ist, ob sie erfolgreich gezündet hat usw. Wenn die Gasturbine jedoch unerwartet ausfällt oder eine der Klappen ihre Position verlässt, muss das BMS schnell umschalten und die Klappen in die richtige Position bringen, um den Betrieb so weit wie möglich fortzusetzen und mögliche Produktionsverluste zu verringern. Natürlich auf sichere Art und Weise.
Wir haben das Brennermanagementsystem so konzipiert, dass alle oben genannten Anforderungen und noch mehr standardmäßig erfüllt werden. Zum Beispiel bieten wir eine vollständige und intuitive Benutzeroberfläche durch unsere grafische HMI (Human-Machine Interface). Wir bieten ein eindeutiges und vollständiges Status- und Alarmmanagement einschließlich "First-up"-Alarmen (First-up: Anzeige des zuerst auftretenden Alarms). Außerdem kann ausgewählt werden, welche Brenner in Betrieb sind und welche nicht, und das Brennstoff-Luft-Verhältnis kann eingestellt werden. Darüber hinaus kann das BMS mit anderen Systemen (z. B. einem DCS) auf sichere und zuverlässige Weise kommunizieren. Und da wir über umfassende Kenntnisse der geltenden Normen verfügen, garantieren wir auch, dass das BMS jedes Zertifizierungsverfahren problemlos bestehen wird.